Gemeinwesenarbeit des SKM Neuss e.V.  -  seit 1971 verlässlicher Sozialpartner im Stadtteil Neuss-Erfttal

Als die ersten Häuser des neuen Stadtteils Neuss-Erfttal gebaut wurden, nahm am 15.10.1971 Herr Henkhues seine Tätigkeit als Sozialarbeiter für die Gemeinwesenarbeit in Erfttal auf.

Zunächst ging es darum, die Interessen der zugezogenen Bewohnerinnen und Bewohner zu sammeln und zu koordinieren. So entstanden Gruppierungen und Interessengemeinschaften, die sich gemeinsam für die Entwicklung einer Infrastruktur in Erfttal einsetzten.

Schon bald wurden Räumlichkeiten gebraucht, um diesen Gruppen Treffen zu ermöglichen und die ermittelten Bedürfnisse der Erfttaler und Erfttalerinnen umzusetzen. Das waren zunächst: Beratung, Kinderbetreuung, Jugendarbeit, Vereins- und Gemeindearbeit.

Bald konnte der weiße Pavillon an der Harffer Straße "Kontakt Erfttal" bezogen werden. Hier wurden Vereine gegründet, (u. a. der Bürgerverein Neuss- Erfttal) Kindergartengruppen eingerichtet, Gottesdienste und Feste gefeiert. 1975 wurde eine Sozialpädagogin zusätzlich für die Kinder- und Jugendarbeit eingestellt.

Mit dem Wachsen des Stadtteils entstanden in Erfttal neue Einrichtungen mit eigenen Räumen. Die Gemeinwesenarbeit übernahm unter anderem die Koordinierung der verschiedenen Bedürfnisse und sorgte für eine intensive Koordination und Kooperation der Einrichtungen im Sinne von Vernetzung. Es entstand die Trägerkonferenz Erfttal, ein regelmäßiges Treffen der Vereine und Organisationen innerhalb von Erfttal.

Am 21.4.1978 wurde der neue "Kontakt Erfttal" auf der Lechenicher Straße. eingeweiht. Nach einer kurzen Zeit auf der Lechenicher Straße wechselte die Gemeinwesenarbeit am 1. Juli 1979 in eigene Räumlichkeiten. Die 4- Zimmer- Wohnung in der Euskirchener Straße 22 wurde zur Anlaufstelle für viele Menschen, die zu den sozial Benachteiligten zählen.

Die Schwerpunkte der Arbeit im Gemeinwesenzentrum richten sich stets nach der aktuellen sozialen Situation der Erfttaler Bürger. Mitte der 80er Jahre herrschte ein hohe Fluktuation im Stadtteil. Zu diesem Zeitpunkt gab es einen erhöhten Bedarf an Beratung. Ein weiteres Ziel war es, Menschen mit gleichen Interessen oder/ und Bedürfnissen zusammenzubringen.

1984 konnte der SKM eine zweite hauptamtliche Stelle für die Gemeinwesenarbeit einrichten. Dadurch wurde es möglich, den großen Bedarf an Bildungs- Freizeit- und Kulturangeboten in begrenztem Umfang nachzukommen. Für eine Ausweitung der Gruppenarbeit fehlte es noch an Räumen.

Mit dem Umzug ins Bürgerzentrum Erfttal am 24.9.1994 waren die räumlichen Möglichkeiten geschaffen worden, aber gleichzeitig mußte die zweite hauptamtliche Stelle der Gemeinwesenarbeit auf 25 Stunden in der Woche gekürzt werden.

Im neuen Bürgerzentrum sind nun die räumlichen Gegebenheiten als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Die Möglichkeiten der Erfttaler und Erfttalerinnen zum Besuch von Kursen und Gruppen vor Ort sowie offenen Angeboten konnten erweitert werden.

Ziel der Gemeinwesenarbeit in Erfttal war und ist es, ein spezifisches Stadtteilleben in Gang zu setzen und zu halten. Dabei soll das Leben im Stadtteil so aussehen, daß alle Bevölkerungsgruppen und der einzelne Bürger sich im weitesten Sinne "zu Hause" fühlen und die vorhandenen Probleme nicht verstärkt werden. Das bedeutet, daß die Gemeinwesenarbeit vor Ort darum bemüht ist, ein Hilfe- System im gegebenen Sozialraum aufzubauen und bestehende Einrichtungen und Hilfsangebote im Stadtteil zu vernetzen.

In diesem Zusammenhang konnte die Gemeinwesenarbeit mit dem Umzug ins Bürgerzentrum die Idee verwirklichen, Beratungsbüros einzurichten und Fachdienste freier und öffentlicher Träger zur Zusammenarbeit zu gewinnen.

Im Zuge des 2001 initiierten Stadtteilerneuerungsprozesses wurde der Fachbereich Gemeinwesenarbeit um die Aufgaben des Stadtteilmanagements erweitert, um sich stärker an einer sozialräumlichen Orientierung auszurichten. 2005 erfolgte nach einem Umbau der Einzug in das neue Bürgerhaus Erfttal auf der Bedburger Str. 61. Die heutige Gemeinwesenarbeit realisiert mit dem erweiterten Raumangebot vielfältige Projekte sowie bedarfsgerechte Hilfen durch Beratungs-, Gruppen- und Kursangebote. Insgesamt umfasst die Gemeinwesenarbeit in Erfttal acht Handlungsfelder, die die zukunftsorientierte Fortentwicklung des Stadtteils und seiner Bewohnerschaft unterstützen.

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